Wieso KMU Social Media nutzen sollten - Teil 3

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In den letzten Beiträgen haben wir aufgezeigt, dass sich Kommunikation immer mehr ins Netz verlagert. Heute möchten wir auf einen der wichtigsten Punkte eingehen, welcher klar macht, weshalb gerade auch mittelständische Unternehmen von einem Engagement in Social Media profitieren können. 

#4 Targeting

Ein großes Problem von Werbetreibenden sind Streuverluste. Sie bezeichnen das unumgängliche Phänomen, dass Werbeanzeigen, ganz auf egal welchem Werbeträger (TV, Print, Radio etc.), zwangsläufig nicht nur der Zielgruppe einer Werbekampagne ausgespielt werden.

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Quelle: Giphy

Nehmen wir als Beispiel die Aussenwerbung und ein Plakat, das wir an einer vielbefahrenen Hauptstraße aufhängen und auf dem Werbung für Babynahrung gezeigt wird.

Natürlich fahren hier viele Menschen vorbei, die Babys zuhause haben oder ein Kind erwarten. Jedoch zahle ich als Werbender ja nicht nur für die Wahrnehmung durch meine Zielgruppe, sondern ich zahle für die durchschnittliche Anzahl  aller Menschen, welche mein Plakat während der Laufzeit meiner Kampagne passieren. Egal ob Eltern oder nicht.

Hier zeigt sich eine der größten Stärken von Social Media für Unternehmen. Alle gängigen Social Media Plattformen bieten mittlerweile Möglichkeiten Werbeanzeigen zu schalten. Diese können dabei je nach Plattform auf die unterschiedlichsten Art und Weisen ausgespielt bzw. positioniert werden. Sie können beispielsweise auf Facebook im Newsfeed angezeigt oder als Werbung zu Beginn bzw. während eines Videos eingespielt werden. Sucht man Unternehmen auf Google, werden als Erste nur solche aufgeführt, die dafür gezahlt haben oben in den Suchergebnissen aufzutauchen. Youtubevideos beginnen mittlerweile zu einem großen Teil mit einem kurzen Werbeclip und auf Instagram überbieten sich Werbetreibende mit der Produktplatzierung durch sog. 'Influencer'.

Der große Vorteil für Unternehmen liegt dabei - egal auf welcher Plattform - im sogenannten 'Targeting'.

Targeting?

Sei es Facebook, Google, Snapchat, XING... alle Social Media Plattformen machen vor allem eines: Nutzerdaten sammeln. Sie wissen Bescheid über welche Schuhe wir uns mit Hilfer der Google-Suche informieren, welche Videoinhalte wir uns gerne auf Youtube ansehen, in welchen Interessengruppen wir auf Facebook Mitglied sind und welche sozialen Kontakte wir pflegen.
 

Durch die Sammlung all dieser Daten werden Rückschlüsse auf unser Einkommen, unsere schulische Bildung, unser soziales Umfeld, unsere Berufe usw. gezogen.


Aus privater Sicht mag das erschreckend klingen, doch sehen wir es einmal so: Ich bin als Nutzer auch nur soweit kategorisierbar, wie ich das selbst zulasse.

Für Werbetreibende und Unternehmen wiederum ergeben sich daraus immer neue Möglichkeiten der gezielten Ansprache von Interessensgruppen. Alle Plattformen bieten basierend auf den ihnen zugrunde liegenden Informationen über ihre Nutzer Werkzeuge an, mit denen es möglich wird, die optimale Zielgruppenansprache zu erreichen.
 

Stellen wir uns nun vor, wir möchten unsere Babynahrung  auf Facebook bewerben. Das Allererste nach dem wir von Facebook bei der Erstellung unserer Werbeanzeige gefragt werden, sind die Merkmale unserer Zielgruppe. Die Möglichkeiten dabei reichen von der Reichweite der Anzeige nach Postleitzahlengebieten, KM-Angaben oder Städtenamen über Altersmerkmale unserer Zielgruppe, deren Sprache, persönliche Interessen, demographische Merkmale und so weiter.

Und das gilt natürlich nicht nur für Facebook. Ob Facebook, XING, Snapchat, Google, Tripadvisor oder Yelp, die Anbieter versuchen sich nur so zu überbieten mit der Optimierung ihrer Targeting Tools. Denn diese geht unittelbar einher mit der Minimierung von Streuverlusten und damit einer Maximierung der Effizienz für Werbetreibende. Gut für Sie :)